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Die Geschichte unseres Schlosses
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Foto Alt

 

 

Das "neue" Schloß Sooß entstand im Jahre 1901






Auf dem bewaldeten Sandsteinrücken (Gemeinde Hürm) steht die ehemalige Burg, von der noch der mächtige, mindestens viergeschossige Bergfried und Teile der Burgmauer, errichtet aus kristallinen Bruchsteinen der Umgebung, vorhanden sind. Durch einen etwa vier Meter breiten künstlich vertieften Einschnitt wird östlich ein Burgteil abgetrennt, auf dem - auf den Grundfesten eines älteren Turms - das "Stöckl" aufsitzt. Es stand früher mit der Hauptburg durch einen Übergang in Verbindung. Der Graben zwischen den beiden Burgteilen war abgemauert. Das als Amtshaus der Herrschaft verwendete Stöckl wurde im 16. Jahrhundert errichtet und im 17. Jhd. erweitert. Der einfache, rechteckige Bau steht über einen Schwibbogen mit dem Obergeschoß des neuen Schlosses in Verbindung.
Das Neuschloß hat nordwestseitig einen kleinen Bau mit Rundtürmchen vorgesetzt, es folgt die Schloßkapelle mit einem Zeltdach über dem abgerundeten Gesimse. Der dreigeschoßige Haupttrakt stammt im Kern aus dem 16. Jhd. und hat eine im Jahre 1901 errichtete Altane über einem Arkadengang vorgesetzt. Am Nordostende ist der herausragende Turm mit hochaufgezogenen Walmdach und einer neugotischen Galerie mit Halbtürmchen an den Ecken angebaut. Über den Osteingang des Schlosses sind die Wappen von den Familien Hoyos und Kinsky angebracht.

Zeichnung Burg

 

 

Burg mit neuem Schloß Sooß um 1670





Die Feste Sooß gehörte zum Besitz der Burghausen-Schala aus der Familie der Sighardinger, deren Dienstmann Hermann von "Sazze" (= Sooß) 1147 erstmals genannt wird. Es gab aber auch eine Verbindung zu den Hochfreien von Perg, die in Kilb begütert waren. Über die Perlsteiner, die Grafen von Hardegg und von Schaunberg kamen Teile des Besitzes an die verschiedensten Adeligen, die sich nach der Belehnung nach Sooß benannten, und auch der Landesfürst vergab bestimmte Anteile zu Lehen. Unter den Lehensträgern und Besitzern scheinen die Familien von Capellen, Stubenberg, die Grafen von Cilli, die Familien Schirmer und die Rädler von Sichtenberg, weiters die Freiherrn von Neydegg und ab dem 18. Jhd. in rascher Folge eine Reihe von Mitgliedern aus dem jungen Wirtschafts- und Amtsadel.

1894 erwarb Graf Georg von Hoyos das Schloß Sooß und ließ das Schloß renovieren .

Sohn Edgar Hoyos, der Generaldirektor und Mitaktionär der Torpedofabrik in Fiume (heute Italien) war, ließ das Schloß umbauen und gab ihm seine heutige Form. Seine Gattin, Helene von Hoyos, war eine geborene Kinsky.

as Haus wurde nach dem Umbau auch prachtvoll eingerichtet. Im Speisesaal befindet sich eine reich verzierte geschnitzte Tür aus Eichenholz mit der Jahreszahl 1649. Das Prunkstück ist der offene Kamin aus rotem Marmor, stammend aus Verona (um 1600). Oberhalb des Speisesaales (Galerie) befinden sich einige große Ölgemälde (Kopien italienischer Meister aus dem 17. Jhd.), sie stellen Themen aus der griechischen Sagenwelt dar.

1938 wurde das Gut Sooß an den Deutschen Staat zwangsverkauft und das Areal zu einer Samenzuchtanstalt ausgestaltet. 1938 bis 1945 war das Schloß "Deutsches Eigentum". Als solches hatte 1945 nach Kriegsende die russische Besatzungsmacht den ganzen Besitz als ihr Eigentum übernommen, überließ ihn aber 1946 pachtweise der NÖ Landesbauernkammer zur Errichtung einer Fachschule für Mädchen.

Gleichzeitig (1946 - 1951) wurde auch eine höhere Bundeslehranstalt für Mädchen geführt (heute in Sitzenberg). 1955 wurde der Staat Österreich Besitzer des Gutes Sooß. 1961 übernahm das Land Niederösterreich die Führung der Mädchenfachschule
(heute Landwirtschaftliche Fachschule - Fachrichtung Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement).

1971 kaufte das Land Niederösterreich das Schloß Sooß vom Bund. Das Schloß wurde in der Folge mehrfach für die schulischen Belange adaptiert und umgebaut.

Zeichnung Grundriss

 

 

Die Umrisse und Ausmaße der Feste Sooß sind heute kaum mehr zu erkennen

 


Beschreibung der Herrschaft Sooß 1847

Gesamtausmaß des gesamten Gutsbesitzes von Sooß = 554,92 ha (3,08 ha Bauareal, 74,75 ha Äcker, 23 ha Wiesen, 2,3 ha Gärten, 266,22 ha Waldungen, 152,8 ha Alpen, 27 ha Weiden und 5,75 ha Ödland )